Reisezeit und Reisedauer

Reisezeit für ein blau-weißes Flugzeug? Es steht am Gate eines Flughafens. Drum herum stehen Gepäckwagen und Autos.

Möchtest Du dem kalten Winter zu Hause entfliehen und Sonne tanken? Oder suchst Du die Stille abseits der Hochsaison? Wann Du reist und wie lange – das sind keine Nebenfragen. Das sind die Fragen die über alles andere entscheiden.

Wann ist die beste Reisezeit?

Das „Wann“ bestimmt so ziemlich alles: Preise, Wetter, Menschenmassen, Stimmung. Kein unwichtiger Aspekt – denn Du möchtest Deine wertvolle Urlaubszeit nicht mit Warten auf besseres Wetter verbringen oder unterwegs sein wenn alle anderen auch Ferien haben.

Ein paar Faustregeln die mir über die Jahre geholfen haben:

Schulferien meiden – wenn es irgendwie geht. Preise für Hotels und Flüge steigen in den Sommerferien dramatisch. Wer flexibel ist und im Mai oder September reist zahlt oft die Hälfte und hat weniger Gedränge vor den Sehenswürdigkeiten.

Nebensaison neu denken – viele Orte sind in der Nebensaison schöner als im Sommer. Venedig im November ist eine andere Stadt als Venedig im August. Prag im März ist ruhiger, billiger und authentischer. Die Toskana im September ist warm, die Ernte läuft und die Touristenmassen sind weg.

Klimatabellen lesen – nicht um das Wetter vorherzusagen, sondern um Risiken einzuschätzen. Regenzeit in Marokko im Januar? Schnee auf dem Großglockner im April? Das sind keine Überraschungen wenn man kurz nachschaut.

Besondere Ereignisse einplanen – oder gezielt vermeiden. Karneval in Venedig ist grandios und chaotisch. Tour de France an der Strecke zu sehen ist unvergesslich. Oktoberfest in München ist – nun ja – eine Erfahrung. Solche Ereignisse sind Reiseziele für sich. Oder Gründe wegzubleiben. Je nach Temperament.

Und wie lange sollte ich unterwegs sein?

Eigentlich ist die Frage total doof. Denn ich möchte am liebsten immer länger unterwegs sein als ich Urlaub habe. Geht es Dir auch so?

Aber im Ernst: Die Reisedauer hängt vom Ziel ab – und davon wie Du reist.

Städtereisen: Drei Tage für eine Stadt sind das Minimum um wirklich anzukommen. Zwei Tage sind ein Durchreisen. Fünf Tage sind ein echter Aufenthalt. Ich empfehle immer: lieber weniger Städte, dafür länger. Wer in drei Tagen fünf Städte besucht hat Fotos aber keine Erinnerungen.

Roadtrips: Mehr Zeit als Du denkst. Die Fahrtzeiten zwischen Orten sind immer länger als geplant – weil man anhält, weil man sich verfährt, weil man etwas Unerwartetes findet. Rechne bei einem Roadtrip immer einen Puffertag ein. Mindestens.

Naturreisen: Das Wetter entscheidet. Wer auf den Großglockner will oder durch die Bardenas Reales fährt braucht mindestens einen Ausweichtag für schlechtes Wetter. Natur ist nicht buchbar.

Mein persönlicher Tipp: Weniger ist mehr

Unterschätze nicht die Wege zwischen Sehenswürdigkeiten und die Wartezeiten an bestimmten Orten. Wer intensiver erkundet nimmt mehr mit nach Hause als wer alles abhakt.

Und: Es ist vollkommen illusorisch zu glauben dass man eine Stadt an einem Tag wirklich kennenlernt. Man sieht sie. Aber man kennt sie nicht. Wenn es Dir gefällt – fahr später nochmal hin. Das ist kein Scheitern. Das ist eine Einladung zurückzukehren.

Ich bin in viele Städte mehrfach gefahren. Prag, Stockholm, London. Jedes Mal war es anders. Jedes Mal war es besser als beim ersten Mal.

Der nächste Schritt

Du weißt wann und wie lange – jetzt geht es darum die Reise konkret zu planen. Wie findest Du die richtige Unterkunft? Wie buchst Du am günstigsten?

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