Saint Paul’s Cathedral – Londons Goldene Galerie über allem

Saint Paul's Cathedral Im Mittelpunkt ist die Kuppel der Saint Pauls Cathedral zu sehen. Sie wurde über die Milleniumbrücke hinweg fotografiert. Auf der Brücke sind zahlreiche Menschen zu sehen.

London hat viele Aussichtspunkte. Das London Eye dreht sich langsam über der Themse. The Shard sticht wie ein Glassplitter in den Himmel. Der Sky Garden bietet Panorama aus 160 Metern kostenlos. Aber keiner dieser Blicke hat dieselbe Qualität wie der von oben aus Saint Paul’s Cathedral – weil man sich diesen Blick erkämpfen muss.

257 Stufen bis zur Whispering Gallery. Weitere 119 bis zur Stone Gallery. Nochmal 152 bis zur Golden Gallery (Goldene Galerie) ganz oben. 528 Stufen insgesamt – enger werdende Treppen, steiler werdende Anstiege, eine Luke die man fast kriechend passiert. Und dann: London.

Die Kuppel – Londons beständigstes Wahrzeichen

Saint Paul’s Cathedral steht seit 1710 auf dem Ludgate Hill – dem höchsten Punkt der City of London. Christopher Wren entwarf sie nach dem Großen Brand von 1666 der die alte Kathedrale zerstört hatte. Die Kuppel ist 111 Meter hoch und war über 250 Jahre lang das höchste Gebäude Londons.

Von außen ist sie majestätisch – die goldene Kugel mit dem Kreuz an der Spitze, die weiße Portikus mit den korinthischen Säulen, die Türme links und rechts. Von innen ist sie überwältigend. Das Mosaik in der Kuppel, das Licht das von oben fällt, die Stille die trotz tausender Besucher irgendwie bleibt.

Der Aufstieg – 528 Stufen und ein Blick der alles rechtfertigt

Die Whispering Gallery auf 30 Metern Höhe ist das erste Ziel. Eine kreisrunde Galerie direkt unter der inneren Kuppelschale – wer auf einer Seite flüstert hört auf der anderen Seite was gesprochen wurde. Das ist Physik, fühlt sich aber wie Magie an.

Weiter hinauf zur Stone Gallery – das ist der Punkt wo die Treppe enger und steiler wird. Der Ausblick hier ist bereits gut. Aber man geht weiter hinauf.

Stone Gallery
Stone Gallery

Die Golden Gallery ganz oben ist der Grund für alles. Eine schmale Außenplattform die die gesamte Kuppel umrundet. Von hier sieht man London wie auf einer Karte ausgebreitet:

Die Millennium Bridge direkt darunter – die Fußgängerbrücke die bei ihrer Eröffnung 2000 so stark schwankte dass sie zwei Jahre gesperrt werden musste. Heute das direkteste Verbindungsstück zwischen Saint Paul’s und der Tate Modern.

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TIPP

London – Nun diese Stadt zählt meiner Meinung nach in jedem Fall zu den großen Metropolen Europas und vielleicht auch der Welt, weil sie so viel mehr zu erzählen hat als die meisten anderen Städte. Offen gesagt war ich ein wenig enttäuscht, als ich das erste mal mit der U-Bahn (oder Metro oder Tube – wie die Londoner sagen) gefahren bin. Sie ist alt, warm und irgendwie runtergekommen. Dennoch ist das Netz sehr gut ausgebaut. Und Du brauchst unbedingt eine Oystercard. Mein Tipp für einen Besuch in der St. Pauls Cathedral ist der Blick von der Golden Gallery. Es ist unglaublich. Aber, Du solltest gut zu Fuß sein, über 500 Stufen und die letzten davon über eine offene Metallwendeltreppe. Mit Höhenangst besser nicht. Und auch sonst sind die 85 Meter nur mit guter Fitness zu bezwingen. Es lohnt sich dennoch.

Die Tate Modern am Südufer – das ehemalige Bankside Power Station das heute eines der wichtigsten Kunstmuseen der Welt beherbergt. Von oben erkennt man den markanten Schornstein.

Das London Eye im Westen – langsam drehend, immer drehend.

The Shard im Osten – der spitze Glasturm von Renzo Piano der seit 2012 die Skyline Southwarks dominiert.

Die Themse die sich durch alles hindurchschlängelt – Brücken, Boote, das graue Wasser das mal das Herz eines Weltreichs war.

Was Du noch wissen solltest

Saint Paul’s ist keine reine Touristenattraktion. Sie ist eine aktive Kathedrale – mit täglichen Gottesdiensten die kostenlos zugänglich sind. Wer den Eintritt für die Kuppel scheut kann die Kathedrale selbst kostenlos besuchen wenn ein Gottesdienst stattfindet.

Beerdigungen und Gedenkfeiern von Staatsgrössen fanden hier statt: Lord Nelson, Duke of Wellington, Winston Churchill. Die Krypta unter der Kathedrale beherbergt ihre Gräber – und das Grab von Christopher Wren selbst. Auf seiner Grabplatte steht: „Lector, si monumentum requiris, circumspice“ – Leser, wenn Du ein Denkmal suchst, schau Dich um.

Praktische Infos

Eintritt: Etwa 23 £ für Erwachsene – inklusive Kuppelaufstieg. Online günstiger und ohne Warteschlange.

Gottesdienste: Kostenlos, täglich. Während der Gottesdienste ist der Kuppelaufstieg nicht möglich.

Anfahrt: U-Bahn Station St. Paul’s (Central Line) – direkt vor der Kathedrale. Oder zu Fuß über die Millennium Bridge von der Tate Modern.

Beste Zeit: Früh morgens kurz nach Öffnung – die wenigsten Besucher, das beste Licht auf der Kuppel.

Tipp: Kombiniere den Besuch mit der Tate Modern auf der anderen Seite der Millennium Bridge. Eintritt kostenlos, Sammlung weltklasse.

Mehr über London und alle Sehenswürdigkeiten findest du
in unserem großen London-Reisebericht.

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